Was ist ein Server?
Ein Server ist im Grunde ein besonderer Computer, der für mehrere Personen gleichzeitig arbeitet. Er steht meist im Hintergrund und wird meist gar nicht direkt benutzt. Er läuft Tag und Nacht, verteilt Informationen, speichert Daten, führt Sicherungen durch und hält alles am Laufen, ohne dass man viel davon merkt.
Der Server sorgt dafür, dass alle anderen Computer im Büro miteinander verbunden sind. Hier werden alle wichtigen Dinge abgelegt: Dateien, E-Mails, Programme und Einstellungen. Wenn jemand im Team etwas braucht, holt er es sich nicht von seinem eigenen Computer, sondern vom Server. Dadurch hat jeder Zugriff auf dieselben Daten und idealerweise nur auf die Daten, auf denen er zugreifen darf.
Unterschied zwischen Server und Computer
Bei einem Server werden die Dateien zentral gespeichert. Jeder, der mit dem Server verbunden ist, kann auch auf diese Dateien zugreifen und bearbeiten. Bei einem Computer werden die Dateien nicht zentral, sondern lokal gespeichert. Somit hat nur die Person, die auf diesem Computer angemeldet ist den vollen Zugriff auf die Daten und kann diese auch nur alleine benutzen.
Exchange-Server
Ein Exchange-Server ist die Kommunikationszentrale eines Unternehmens. Er sorgt dafür, dass Mitarbeiter zuverlässig miteinander kommunizieren und ihre täglichen Arbeitsabläufe organisiert bleiben.
Ein Exchange-Server wird in der Regel vom Unternehmen selbst betrieben. Er kann im eigenen Gebäude oder an einem selbst gewählten Standort, beispielsweise in einem Rechenzentrum, stehen.
Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem:
- E-Mails senden, empfangen und sicher speichern,
- Kalender und Termine synchron halten,
- Kontakte zentral verwalten,
- gemeinsame Postfächer und Verteilergruppen bereitstellen,
- sowie den Zugriff auf Postfächer und freigegebene Kalender verwalten.
Dadurch stehen E-Mails, Termine und Kontakte auf allen Geräten immer aktuell zur Verfügung – egal ob am Arbeitsplatz, im Homeoffice oder unterwegs.
Cloud-Server
Ein Cloud-Server ist ein Server, der von einem externen Anbieter bereitgestellt und verwaltet wird. Anstatt einen eigenen Server zu kaufen und selbst zu betreiben, mietet das Unternehmen die benötigte Leistung. Der Anbieter kümmert sich um die Technik, Wartung, Sicherheit und Updates, während Sie den Server einfach über das Internet nutzen.
Für Sie als Anwender macht es meist keinen Unterschied, wo Sie arbeiten. Ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs – mit einer Internetverbindung können Sie auf Ihre Daten und Programme zugreifen.
Die Vorteile eines Cloud-Servers:
- Sie können von verschiedenen Orten auf Ihre Daten und Programme zugreifen.
- Mehrere Personen können gleichzeitig an denselben Dateien arbeiten.
- Der Anbieter übernimmt Wartung, Updates und den technischen Betrieb.
- Es müssen keine eigenen Server angeschafft und betrieben werden, wodurch Anschaffungs- und Wartungskosten reduziert werden können.
Der eigentliche Unterschied:
Exchange-Server: Das Unternehmen entscheidet über Betrieb und Standort.
Cloud-Server: Ein externer Anbieter stellt den Server bereit und übernimmt den Betrieb.
Terminal-Server
Ein Terminal-Server ist wie ein großer, gemeinsamer Computer auf dem alle im Team arbeiten können. Dabei meldet sich jedes Teammitglied mit seinen eigenen Zugangsdaten an. Ist man einmal angemeldet, kann man nun auf dem Terminal-Server mit den dort installierten Programmen und gemeinsamen Daten arbeiten. Auf dem eigenen Computer werden dabei keine Programme installiert und er ist lediglich nur für den Zugang zum Terminal-Server notwendig, da dieser sich um alles kümmert.
Die Vorteile eines Terminal-Servers:
- Alle Programme sind auf dem Terminal-Server installiert.
- Alle arbeiten gemeinsam mit den selben Dateien.
- Man kann sich per Remote-Verbindung (z.B. aus dem Büro oder von Zuhause) verbinden.
- Updates, Datensicherung und Sicherheit lassen sich an einer zentralen Stelle verwalten.
Virtueller Server
Ein virtueller Server, auch „virtuelle Maschine“ genannt, ist ein Teil eines größeren, leistungsstarken Servers. Dieser große Server wird so aufgeteilt, dass er mehrere kleine und unabhängige Server enthält – jeder mit eigenen Aufgaben und eigenen Nutzern. Somit können auf dem großen Server gleichzeitig mehrere kleine virtuelle Server als E-Mail-Server, Web-Server und Daten-Server erstellt werden, die völlig getrennt voneinander laufen.
Die Vorteile eines virtuellen Servers:
- Spart Platz, Strom und Kosten.
- Neue Server können innerhalb von Minuten erstellt werden.
- Wenn einer ausfällt, laufen die anderen weiter.
Web-Server
Ein Web-Server ist ein Computer, auf dem Internetseiten gespeichert und für Besucher bereitgestellt werden. Immer wenn Sie eine Website aufrufen, sendet der Web-Server die Inhalte – wie Texte, Bilder und Funktionen – an Ihr Gerät, damit die Seite angezeigt werden kann.
Damit eine Website jederzeit erreichbar ist, muss sie auf einem Web-Server gespeichert sein. Dieser sorgt dafür, dass die Inhalte rund um die Uhr verfügbar sind und von Besuchern aufgerufen werden können.
Die wenigsten Unternehmen betreiben dafür einen eigenen Web-Server. Stattdessen nutzen sie einen Webprovider. Dieser stellt Speicherplatz auf einem seiner Web-Server zur Verfügung und kümmert sich um den Betrieb, die Wartung und die Erreichbarkeit der Website.
