Ein gehacktes Passwort bedeutet, dass Unbefugte Ihr Passwort kennen und damit möglicherweise auf Ihre Konten zugreifen können.
Wie kann so etwas passieren?
Datenleck bei einem Anbieter
Stellen Sie sich vor, Sie haben sich vor einiger Zeit bei beispiel-versandfirma.de registriert und dort ein Kundenkonto mit Ihrer E-Mail-Adresse und einem Passwort erstellt.
Nun gelingt es Hackern, die Systeme der Beispiel Versandfirma GmbH anzugreifen. Dabei verschaffen sie sich unbefugten Zugriff auf die Kundendatenbank. In dieser Datenbank können unter anderem E-Mail-Adressen, Benutzernamen, Adressen, Geburtsdaten und Passwörter gespeichert sein.
Die gestohlenen Daten werden anschließend häufig im Internet veröffentlicht oder auf speziellen Plattformen zum Verkauf angeboten. Kriminelle versuchen dann, sich mit den erbeuteten Zugangsdaten bei verschiedenen Online-Diensten anzumelden.
Besonders problematisch wird es, wenn Sie dasselbe Passwort auch für andere Konten verwenden – beispielsweise für Ihr E-Mail-Postfach, soziale Netzwerke oder Online-Shops. In diesem Fall können Angreifer mit denselben Zugangsdaten auch auf diese Konten zugreifen. Deshalb ist es wichtig, für jedes Online-Konto ein eigenes, einzigartiges Passwort zu verwenden.
Schadsoftware
Ein weiterer Weg, wie Passwörter in die Hände von Kriminellen gelangen können, ist Schadsoftware (Malware).
Stellen Sie sich vor, Sie öffnen einen E-Mail-Anhang aus einer betrügerischen Nachricht oder laden versehentlich ein infiziertes Programm aus dem Internet herunter. Ohne dass Sie es bemerken, wird Schadsoftware auf Ihrem Computer installiert.
Je nach Art der Schadsoftware kann diese gespeicherte Passwörter aus Ihrem Browser auslesen, Tastatureingaben mitschneiden oder Anmeldedaten abfangen, während Sie sich bei einer Website anmelden. Die gestohlenen Informationen werden anschließend an die Angreifer übermittelt.
Mit diesen Zugangsdaten können Kriminelle versuchen, sich in Ihre Konten einzuloggen oder die Daten zusammen mit anderen gestohlenen Informationen weiterzuverkaufen. Deshalb sollten Programme nur aus vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen, Sicherheitsupdates regelmäßig installiert und ein aktueller Virenschutz verwendet werden.
Welche Probleme entstehen?
Die Folgen können erheblich sein: Fremde können sich in Ihre E-Mail, Online-Shops, soziale Netzwerke oder sogar Bankkonten einloggen, persönliche Daten stehlen, Einkäufe tätigen oder Ihr Passwort für weitere Konten ausprobieren.
Prüfen Sie, ob Sie gehackt worden sind!
Ob Ihre E-Mail-Adresse oder Passwörter bereits Teil eines bekannten Datenlecks sind, können Sie kostenlos auf der Webseite Have I Been Pwned (=Wurde ich gehackt? Wurden meine Daten gestohlen?) prüfen. Die Website sammelt Informationen über öffentlich bekannte Datenlecks und zeigt an, ob Ihre E-Mail-Adresse betroffen ist.
Prüfen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse: https://haveibeenpwned.com/
Falls Ihre E-Mail-Adresse in keinem bekannten Datenbank vorkommt, dann erhalten Sie diese gute Nachricht:
Sollte Ihre Mailadresse in einer Datenbank vorkommen, dann zeigt Ihnen die Webseite, über welchen Anbieter Ihre Daten rausgesickert sind und welche Daten betroffen sind:
Was sollen Sie tun, wenn Sie betroffen sind?
Wichtig: Falls Ihre E-Mail-Adresse betroffen ist, ändern Sie das Passwort des entsprechenden Kontos sofort. Verwenden Sie ein neues, einzigartiges Passwort und aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), um Ihre Konten zusätzlich zu schützen.
